"Abschied von Ehrenkommandant Kurt Stoizner
Am 27. Jänner 2015 nahmen wir Abschied von unserem
treuen Kameraden.

Angeblich heilt die Zeit alle Wunden
-  sie füllt die Lücke aber nicht  -  diese Lücke bleibt für immer.
Und das ist gut so  -  denn durch sie, bleibt die Erinnerung aufrecht.


Am 27. Jänner 2015 nahmen wir Abschied von unserem treuen Kameraden

von Ehrenkommandant EHBI Kurt STOIZNER

Kurt Stoizner war ein Mann mit Handschlagqualität.
Er konnte aufbrausend und bestimmend aber auch ruhig und verhalten sein.
Doch gerade diese Eigenschaften zeichneten ihn aus und machten ihn besonders liebenswert.

Bereits im jugendlichen Alter von 18 Jahren beschloss Kurt sich in den Dienst der guten Sache zu stellen.
Am 15. Mai 1951 trat er der Feuerwehr von Groß-Enzersdorf bei.

In seiner 47 jährigen aktiven Dienstzeit hat sich unser lieber Verstorbener
großartige Verdienste um die Feuerwehr unserer Stadt erworben.
Er brachte bei seinen Tätigkeiten mit großer Freude, sein „know how“
und sein handwerkliches Geschick als gelernter Zimmermann ein.

Von 1968 - 1973 bekleidet Kurt Stoizner das Amt des Kommandantenstellvertreter.
1973 wurde er mit großer Stimmenmehrheit zum Kommandant der Feuerwehr von Groß-Enzersdorf gewählt.
Im selben Jahr wurde er zusätzlich Kommandant des  Unterabschnittes Groß-Enzersdorf  
und stand dessen 8 Feuerwehren bis 1981 vor.
Drei Jahre später, am 29. Jänner 1984 legte er auch die Funktion des Feuerwehrkommandanten zurück.

Kurt war stets bemüht neue Fahrzeuge und Technologien an Land zu ziehen.
Durch seine Intervention gelang es 1975 ein gebrauchtes Rüstfahrzeug von der Firma Unilever zu bekommen.
Im Jubiläumsjahr 1978 konnte der Fuhrpark um eine ausgeschiedene Drehleiter der BF Wien
und im Jahr darauf um ein Kommandofahrzeug erweitert werden.
1981 wurde unter seiner Führung ein gefördertes Rüstfahrzeug in Groß-Enzersdorf stationiert.
Seinem Organisationstalent ist es zu verdanken, dass 1983 noch zusätzlich ein Mannschaftstransportfahrzeug
sowie ein Tanklöschfahrzeug 2000 Einzug in unsere Fahrzeughalle hielt.

Eine seiner zukunftsweisendsten Entscheidungen war 1978 die Gründung einer Jugendfeuerwehr.
Ohne diese Idee stünde es heute schlecht um den Nachwuchs bzw. um den Fortbestand unserer Feuerwehr.

Für ihn war es selbstverständlich auch nach seiner Überstellung in den Reservestand
weiterhin am Geschehen unserer Feuerwehr teilzunehmen.
So oft es ging, besuchte unser Kurtl die von EBR Rupert Wieland ins Leben gerufenen Seniorentreffs
der „altgedienten“ Kameraden.
Es gab kaum ein traditionelles Fest und keinen Kirchgang ohne seine Teilnahme.

Mit all seinen Möglichkeiten hat Kurt 64 Jahre lang die Feuerwehr Groß-Enzersdorf unterstützt
und dadurch viel zu ihrer Entwicklung beigetragen.
Seine Art und seine Bereitschaft die Kameradschaft zu pflegen zeichneten ihn aus.

Diese Leistungen wurden durch viele Auszeichnungen nach außen hin sichtbar gemacht.

So war er unter anderem Träger:

des Verdienstzeichen des ÖBFV 3. Stufe
des Verdienstzeichens des NÖ LFV 3. Klasse
des Ehrenzeichens für vieljährige verdienstvolle Tätigkeit
auf dem Gebiete des Feuerwehr- und Rettungswesen für 25, 40, 50 und 60 Jahre


Wir bedanken uns hier, an dieser Stelle, noch einmal für deine großartigen Leistungen,
und dafür, dass wir mit dir gemeinsam ein Stück des Weges gehen durften.


Kurtl wird uns als Kamerad und Mensch, aber vor allem als Freund sehr fehlen.
„Gut Wehr“

Das Kommando und die Kameraden/Innen der FFGE sprechen den Angehörigen
ihre aufrichtige Anteilnahme zu ihrem schweren Verlust aus.

Möge Euch die Erinnerung an den lieben Verstorbenen begleiten wie ein wärmender Sonnenstrahl.

Abordnungen von 12 Feuerwehren treffen
auf dem Stadtfriedhof ein.
Vor der Aufbahrungshalle wird
Aufstellung genommen.

Kameraden halten Wache am Sarg unseres
lieben Verstorbenen.
Kreuz, Kranz und Feuerwehrfahne.

Die Trauergäste haben Platz genommen. Kommandant Lamminger würdigt noch einmal
die Verdienste von EHBI Kurt Stoizner.

Pfarrer Mag. Ringhofer zelebriert den Trauergottesdienst.

Das Kreuz voran, ... ... gefolgt von Fahne, ...

... Auszeichnungspolster und Kranz, ... ... formiert sich der Trauerzug.

Am Grab der Familie angekommen, ... ... wird als letztes Dankeschön ...
 

 

 

... ein Kranz der Kameraden und Kameradinnen
niedergelegt.
Untermalt wird dieser feierliche Akt von dem 1809
von Ludwig Uhland gedichteten Lied:
"Der gute Kamerad"

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